Vordach aus Holz mit Ziegeldeckung über einem Hauseingang
Zimmerei & Holzbau

Carport aus Holz – nach Maß vom Zimmerer

Geplant für Ihr Grundstück, gebaut aus dem passenden Holz und mit einem Dach, das zum Haus gehört: Carports, Vordächer und Überdachungen von der Zimmerei.

Ein Carport aus Holz ist schnell gekauft – als Bausatz aus dem Internet. Ob er Jahrzehnte hält, entscheiden aber Holzart, Fundament, Dach und Details wie Pfostenträger und Dachüberstand. Auf dieser Seite erfahren Sie, wann ein Carport nach Maß vom Zimmerer sinnvoll ist, welches Holz sich eignet, was ein Holzcarport kostet und was in Hessen für die Genehmigung gilt.

Sie möchten einen Carport bauen lassen, statt einen Bausatz selbst aufzubauen? Wir planen und bauen Carports, Vordächer und Eingangsüberdachungen aus Holz nach Maß – passend zu Grundstück, Einfahrt und Haus. Weil wir Zimmerei und Dachdecker in einem Betrieb sind, kommen Holzkonstruktion, Dach und Abdichtung aus einer Hand, auf Wunsch mit Ziegeln wie auf dem Hausdach, mit Gründach oder vorbereitet für eine Solaranlage. Die Genehmigungsfragen im Detail erklärt unser Ratgeber Carport-Baugenehmigung in Hessen. Einen Überblick über alle Holzbauarbeiten finden Sie bei unserer Zimmerei.

Projekte
Carport, Vordach, Überdachung
Dach
Ziegel, Blech, Gründach, Abdichtung
Holz
Lärche, Douglasie, KVH, BSH
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Bausatz reicht, wenn Maße, Untergrund und Optik passen und Sie selbst bauen. Nach Maß lohnt sich bei schwierigem Grundstück, Anbau ans Haus, Abstellraum, Gründach oder Solaranlage.
  • Lebensdauer laut gängigen Richtwerten: Fichte und Kiefer ca. 15–25 Jahre, Douglasie ca. 25–35, Lärche ca. 25–40, Eiche über 40 Jahre – mit gutem konstruktivem Holzschutz.
  • Richtwerte: Einzelcarport nach Maß vom Zimmerer ca. 4.500–8.000 €, Doppelcarport ca. 7.500–14.000 €, jeweils mit Fundamenten, Montage und Dach.
  • In Hessen sind Carports bis 50 m² baugenehmigungsfrei, müssen der Gemeinde aber vorher zur Kenntnis gegeben werden. Gebaut werden darf nach 14 Tagen.
  • An der Grundstücksgrenze gelten max. 3 m mittlere Wandhöhe, 25 m² Wandfläche und 15 m Gesamtlänge – Details im Ratgeber zur Genehmigung.

Carport vom Zimmerer oder Bausatz?

Ein Bausatz ist günstiger in der Anschaffung, ein Carport vom Zimmerer passt dafür genau auf das Grundstück und ist für die tatsächlichen Lasten ausgelegt. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrem Grundstück und Ihren Ansprüchen ab.

KriteriumBausatzCarport nach Maß vom Zimmerer
Maßefeste Raster, meist in 50-cm-Schrittengenau auf Einfahrt, Grenze und Haus geplant
Statikfür typische Lasten ausgelegtfür Ihren Standort, auf Wunsch für Gründach oder Solaranlage
Holzmeist Fichte, Kiefer oder LeimholzHolzart und Querschnitte nach Wahl, auch Lärche oder Douglasie
Fundamentselbst herstellen oder beauftragengehört zum Auftrag
Dachmeist Stegplatten, Trapezblech oder Bitumenauch Ziegel wie am Haus, Abdichtung, Gründach
MontageEigenleistung oder separat beauftragtdurch uns, meist in wenigen Tagen
Gewährleistungauf das Materialauf Material und Ausführung aus einer Hand
Preisniedrig, zuzüglich Fundament und Montagehöher, dafür komplett

Wann ein Bausatz genügt

Steht der Carport frei auf ebenem Gelände, passen die Standardmaße und bauen Sie gern selbst, ist ein guter Bausatz eine vernünftige Lösung. Achten Sie dann auf Leimholz oder Konstruktionsvollholz, Pfostenträger aus verzinktem Stahl und eine Dachrinne.

Wann sich ein Carport nach Maß lohnt

Bei Hanglage, schrägen Grundstücksgrenzen, einem Anschluss an das Haus, einem Abstellraum, einem Gründach, einer geplanten Solaranlage oder wenn der Carport optisch zum Haus gehören soll. Auch wenn der Platz an der Grenze knapp ist, hilft ein individuell geplanter Carport, die Grenzwerte einzuhalten.

Überdachung aus Holz über einem Zugangsweg am Haus
Überdachung aus Holz über einem Zugangsweg am Haus

Carport-Varianten

Einzel- und Doppelcarport

Ein Einzelcarport ist meist ca. 3 bis 3,5 m breit und 5 bis 6 m lang; mit 3,5 m Breite lassen sich die Türen bequemer öffnen. Ein Doppelcarport misst ca. 5,5 bis 6 m in der Breite. Zum Vergleich mit der Genehmigungsgrenze: 3 × 6 m sind 18 m², 6 × 6 m sind 36 m², 6 × 8 m sind 48 m².

Mit Abstellraum oder Geräteraum

Ein geschlossener Raum an der Rückseite oder Seite nimmt Fahrräder, Gartengeräte und Mülltonnen auf. Er zählt bei der 50-m²-Grenze mit. Wir bauen ihn in Holzrahmenbauweise mit Bretterschalung und abschließbarer Tür.

Freistehend oder an das Haus angebaut

Ein angebauter Carport braucht auf der Hausseite keine Pfosten, sondern eine Wandpfette am Gebäude. Wichtig ist ein sauberer, dichter Anschluss an die Fassade. Ein freistehender Carport ist unabhängiger von der Hauswand, braucht aber mehr Fundamente und eine eigene Aussteifung.

Mit Solaranlage

Ein Carportdach in Süd-, Ost- oder Westausrichtung eignet sich gut für Photovoltaik. Die Konstruktion muss das Zusatzgewicht und die Windlasten der Module tragen. Das planen wir von Anfang an mit, die Montage der Module übernehmen wir ebenfalls, siehe Photovoltaik-Montage.

Mit Gründach

Eine extensive Begrünung hält Regenwasser zurück und sieht vom Haus aus besser aus als Blech. Sie ist deutlich schwerer als ein leichtes Dach. Sparren, Pfetten und Abdichtung legen wir deshalb von vornherein dafür aus.

Hohe Durchfahrt für Wohnmobil oder Transporter

Für hohe Fahrzeuge sind 3,5 m Durchfahrtshöhe und mehr üblich. An der Grundstücksgrenze kann das mit der zulässigen mittleren Wandhöhe von 3 m kollidieren. Ein Abstand von 1 m hilft dabei nicht, denn die 3-m-Grenze gilt auch dort. Höher wird es nur mit voller Abstandsfläche – mindestens 2,50 m zur Grenze (§ 6 Abs. 5 HBO) – oder mit einer anderen Planung, etwa einem flacheren Dach an der Grenzseite.

Welches Holz für den Carport?

Für tragende Teile im Freien empfehlen wir Lärche oder Douglasie; Fichte ist günstiger, braucht aber dauerhaften Schutz. Entscheidend ist, wie lange das Holz Feuchtigkeit verträgt und wie viel Pflege Sie leisten möchten.

HolzartEigenschaftenLebensdauer ca.PflegePreisniveau
Fichte / Tannegünstig, tragfähig, außen nur mit Schutz15–25 Jahreregelmäßiger Anstrichniedrig
Kieferoft kesseldruckimprägniert, Standard bei Bausätzen15–25 Jahreregelmäßig prüfenniedrig
Douglasieharzreich, formstabil, rötliche Farbe25–35 Jahregering bis mittelmittel
Lärchesehr harzreich, dicht, vergraut silbergrau25–40 Jahregeringmittel bis höher
Eichesehr hart und schwer, aufwendig zu verarbeitenüber 40 Jahregeringhoch

Die Lebensdauern sind gängige Richtwerte bei gutem konstruktivem Holzschutz. Bei Douglasie und Lärche ist vor allem das Kernholz widerstandsfähig; den hellen Splint sortieren wir für tragende Teile möglichst aus.

Konstruktionsvollholz oder Brettschichtholz?

Konstruktionsvollholz (KVH) ist technisch getrocknet, gehobelt und keilgezinkt – maßhaltig und für die meisten Pfosten und Sparren richtig. Brettschichtholz (BSH), auch Leimholz genannt, besteht aus verleimten Lamellen, reißt kaum und überbrückt größere Spannweiten ohne Mittelpfosten, etwa bei einem Doppelcarport mit freier Einfahrt. Für tragende Bauteile verwenden wir Holz der Festigkeitsklasse C24 oder entsprechendes Brettschichtholz.

Konstruktiver Holzschutz: so hält ein Holzcarport Jahrzehnte

Die Lebensdauer eines Holzcarports hängt mehr von der Konstruktion ab als vom Anstrich. Holz, das nach Regen schnell abtrocknet, hält auch ohne Chemie lange.

  • Pfostenträger statt Einbetonieren: Die Pfosten stehen auf verzinkten Stahlträgern mit Abstand zum Boden. Holz, das in Beton oder Erde steckt, fault an genau dieser Stelle.
  • Dachüberstand: Ein ausreichender Überstand hält Schlagregen von Pfosten und Pfetten fern.
  • Hirnholz schützen: Die Schnittflächen oben an Pfosten und an Balkenköpfen nehmen am meisten Wasser auf. Wir schneiden sie schräg an oder decken sie mit Blech ab.
  • Wasser ableiten: Ein Dachgefälle zur Rinne und ein Fallrohr mit klarem Ablauf verhindern, dass Wasser an der Konstruktion herunterläuft.
  • Luft lassen: Keine Hecke direkt an den Pfosten und kein Material dauerhaft an das Holz gelehnt. Was belüftet ist, trocknet.

Streichen, lasieren oder vergrauen lassen?

Lärche und Douglasie können unbehandelt bleiben. Sie vergrauen innerhalb weniger Jahre zu einem silbrigen Ton; das ist eine Veränderung der Oberfläche, kein Schaden. Wer die Holzfarbe erhalten möchte, lasiert und muss die Lasur nach einigen Jahren erneuern. Ein deckender Anstrich hält länger, verändert aber die Optik. Fichte im Außenbereich sollte immer einen Schutzanstrich bekommen.

Fundament und Statik

Die meisten Carports stehen auf Punktfundamenten unter jedem Pfosten. Sie müssen frostfrei gegründet sein, damit sie sich im Winter nicht heben; üblich sind ca. 80 cm Tiefe.

  • Punktfundamente: der Standard für freistehende und angebaute Carports. Wenig Aushub, darauf werden Pfostenträger einbetoniert oder aufgedübelt.
  • Streifenfundament: sinnvoll, wenn ein Abstellraum mit Wänden dazukommt.
  • Bodenplatte: nur nötig, wenn ohnehin eine befestigte Fläche entstehen soll. Eine vorhandene, ausreichend dicke Platte kann Pfostenträger aufnehmen; das prüfen wir vor Ort.

Was die Statik berücksichtigen muss

Ein Carport ist ein leichtes Bauwerk mit großer Dachfläche. Er muss Schnee tragen und darf bei Sturm nicht abheben oder kippen. Deshalb gehören Kopfbänder oder andere Aussteifungen und eine feste Verankerung der Pfosten dazu. Kommen eine Solaranlage oder ein Gründach hinzu, steigt die Last deutlich. Die Querschnitte legen wir dann gemeinsam mit einem Tragwerksplaner für den Standort fest.

Dachform und Eindeckung

Die meisten Carports haben ein flach geneigtes Pult- oder Flachdach. Ein Satteldach mit Ziegeln wirkt hochwertiger und passt optisch zum Haus, ist aber aufwendiger. Jede Eindeckung braucht eine Mindestneigung, damit Wasser sicher abläuft.

EindeckungMindestneigung ca.Eigenschaften
Abdichtung (Bitumen oder EPDM)ab ca. 2 % Gefälleflach, dicht, Basis für ein Gründach
Gründach (extensiv)ab ca. 2 % Gefällehält Regenwasser zurück, deutlich schwerer
Trapezblechab ca. 3–5°, je nach Profilleicht, günstig, bei Regen hörbar
Stegplatten (Polycarbonat)ab ca. 5°lichtdurchlässig, Fahrzeug bleibt sichtbar
Dachziegel oder Dachsteinemeist ab ca. 22°, je nach Modellwie am Haus, langlebig, braucht steileres Dach

Die genauen Werte geben die Hersteller vor; wir halten sie ein, damit die Gewährleistung für das Material erhalten bleibt. Abdichtung und Ziegeldeckung führen wir als Dachdecker selbst aus, siehe auch Flachdach abdichten.

Entwässerung nicht vergessen

Ein Carport mit 36 m² Dachfläche sammelt bei einem kräftigen Regen schnell mehrere hundert Liter. Rinne und Fallrohr brauchen deshalb ein Ziel: Versickerung auf dem Grundstück, eine Regentonne oder einen Anschluss an den Kanal. Was zulässig ist, regelt die Satzung Ihrer Gemeinde.

Was kostet ein Carport aus Holz?

Ein Holzcarport vom Zimmerer kostet für ein Einzelcarport komplett ca. 4.500–8.000 €, für ein Doppelcarport ca. 7.500–14.000 €. Bausätze sind deutlich günstiger, enthalten aber weder Fundament noch Montage.

VarianteRichtwertEnthalten
Bausatz Einzelcarport, ca. 3 × 5–6 mca. 500–3.200 €nur Material, Preise von Online-Händlern
Bausatz Doppelcarport, ca. 5–6 × 6 mca. 1.300–5.500 €nur Material, Preise von Online-Händlern
Lieferung, Fundamente und Montage für einen Bausatzca. 1.000–3.500 €je nach Fundamentart, Untergrund und Umfang
Einzelcarport nach Maß vom Zimmererca. 4.500–8.000 €Planung, Holz, Punktfundamente, Montage, Dach mit Rinne
Doppelcarport nach Maß vom Zimmererca. 7.500–14.000 €wie oben
Doppelcarport mit Abstellraumca. 12.000–20.000 €zusätzlich Wände, Tür, Boden

Grobe Richtwerte (Stand Oktober 2026), ersetzen kein Angebot.

Wovon der Preis abhängt

  • Größe und Spannweite: Ein Doppelcarport ohne Mittelpfosten braucht stärkere Träger, oft aus Brettschichtholz.
  • Holzart: Lärche und Douglasie kosten mehr als Fichte, sparen aber Pflege.
  • Dach: Trapezblech ist am günstigsten, ein Ziegeldach oder ein Gründach mit stärkerer Konstruktion am teuersten.
  • Fundamente und Untergrund: Pflaster aufnehmen, schwieriger Boden oder Hanglage erhöhen den Aufwand.
  • Extras: Abstellraum, Seitenwände, Beleuchtung, Vorbereitung für eine Solaranlage.

Rechnen Sie bei einem Bausatz ehrlich: Material, Fundamente, Beton, Pfostenträger, Rinne, Anstrich und Ihre Zeit. Der Abstand zum Carport nach Maß wird dann oft kleiner als gedacht – zum Bausatz raten wir trotzdem, wenn er zu Ihrem Grundstück passt.

Genehmigung in Hessen: das Wichtigste

In Hessen braucht ein Carport bis 50 m² Grundfläche keine Baugenehmigung, er muss aber vorher der Gemeinde zur Kenntnis gegeben werden. Nach der Hessischen Bauordnung gilt ein Carport als Garage.

  • Größe: bis 50 m² Grundfläche einschließlich Abstellraum, Zufahrten bis 200 m².
  • Kenntnisgabe: Die Bauvorlagen gehen an die Stadt oder Gemeinde. Gebaut werden darf 14 Tage nach Eingang, wenn die Gemeinde kein Genehmigungsverfahren verlangt.
  • An der Grundstücksgrenze: direkt an der Grenze oder mit mindestens 1 m Abstand, grenzseitig höchstens 3 m mittlere Wandhöhe und 25 m² Wandfläche je Nachbargrenze. Alle Grenzbauten wie Garage, Carport und Geräteschuppen zusammen dürfen höchstens 15 m lang sein, Dachüberstände zählen mit.
  • Solaranlage: auf dem Carportdach verfahrensfrei; an der Grenze darf sie eine mittlere Gesamthöhe von 3 m nicht überschreiten.

Bebauungsplan, Gestaltungssatzung und Denkmalschutz gelten trotzdem. Wer ohne Kenntnisgabe baut, riskiert ein Bußgeld. Rechenbeispiele, Sonderfälle und die Unterlagen für die Gemeinde erklärt unser Ratgeber Carport-Baugenehmigung in Hessen.

Ablauf: vom Aufmaß bis zum fertigen Carport

  1. Besichtigung und Aufmaß: Wir sehen uns Grundstück, Einfahrt, Grenze und Hauswand an und nehmen die Maße auf.
  2. Planung: Sie erhalten eine Skizze mit Größe, Dachform und Holzart und ein schriftliches Angebot.
  3. Unterlagen für die Gemeinde: Wir unterstützen Sie bei den Zeichnungen für die Kenntnisgabe. Danach läuft die 14-Tage-Frist.
  4. Fundamente: Aushub, Beton und Pfostenträger. Der Beton braucht einige Tage, bevor er belastet wird.
  5. Montage: Pfosten, Pfetten, Sparren und Aussteifung stehen meist an einem bis zwei Tagen.
  6. Dach und Rinne: Eindeckung oder Abdichtung, Rinne und Fallrohr, auf Wunsch Anstrich.
  7. Abnahme: Wir gehen alles mit Ihnen durch und erklären die Pflege.

Wie lange dauert der Bau?

Auf der Baustelle sind wir für einen typischen Carport meist nur wenige Tage. Davor liegen Planung, Holzbestellung und die Frist der Gemeinde. Ab Auftrag sollten Sie mit einigen Wochen rechnen.

Vordach und Terrassenüberdachung aus Holz

Ein Vordach schützt Haustür und Besucher vor Regen und gibt dem Eingang ein Gesicht. Wir bauen es aus Holz mit sichtbarer Konstruktion und decken es passend zum Hauptdach ein – mit Ziegeln, Blech oder Glas. Überdachungen von Hauseingangstreppen sind in Hessen baugenehmigungsfrei.

Auch Terrassenüberdachungen aus Holz bauen wir nach Maß. Überdachungen erdgeschossiger Terrassen bei Wohnhäusern bis Gebäudeklasse 3 sind in Hessen baugenehmigungsfrei, brauchen aber eine statische Bescheinigung. Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten auch hier.

Vordach aus Holz mit Ziegeldeckung über einem Hauseingang
Vordach aus Holz mit Ziegeldeckung über einem Hauseingang

Typische Fehler beim Carportbau

  • Pfosten einbetoniert: Holz im Beton bleibt am Übergang dauerhaft feucht und fault. Pfostenträger mit Bodenabstand sind Pflicht.
  • Zu wenig Gefälle: Steht Wasser auf dem Dach, altern Abdichtung und Holz schneller. Die Mindestneigung des Herstellers muss eingehalten werden.
  • Grenzlänge falsch berechnet: Garage, Carport und Gerätehaus an derselben Grenze zählen zusammen, Dachüberstände auch.
  • Statik für Schnee oder Solaranlage vergessen: Ein Bausatz ist selten für eine spätere Solaranlage oder ein Gründach ausgelegt.
  • Kenntnisgabe vergessen: Auch ohne Baugenehmigung muss die Gemeinde vorher Bescheid wissen.
  • Entwässerung nicht geklärt: Ein Fallrohr, das auf die Einfahrt des Nachbarn zielt, sorgt für Ärger.

Warum Dachtechnik Zwilling

  • Zimmerei und Dachdecker in einem Betrieb: Holzkonstruktion, Ziegel, Abdichtung oder Gründach aus einer Hand.
  • Dach passend zum Haus: Auf Wunsch decken wir den Carport mit denselben Ziegeln wie Ihr Hausdach.
  • Ehrliche Beratung: Reicht ein Bausatz, sagen wir Ihnen das.
  • Persönlich vor Ort: Timo Zwilling kommt selbst zum Aufmaß.
  • Bewertungen: 5,0 Sterne bei Google aus 14 Bewertungen.

Carport aus Holz für Mörfelden-Walldorf und Umgebung

Wir bauen Carports, Vordächer und Überdachungen aus Holz in Mörfelden-Walldorf und im Umkreis: im Kreis Groß-Gerau in Groß-Gerau, Büttelborn, Nauheim, Trebur, Riedstadt, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach, außerdem in Weiterstadt, Erzhausen, Griesheim, Darmstadt, Langen, Egelsbach und Dreieich.

So kommen Sie schnell zum Angebot: Schicken Sie uns per WhatsApp zwei, drei Fotos der Stelle, an der der Carport stehen soll, und die ungefähren Maße. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und vereinbaren einen Termin.

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Fachlich verantwortlich: Timo Zwilling, Inhaber Dachtechnik Zwilling

Häufige Fragen

Fragen zu Carport aus Holz

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Was kostet ein Holzcarport vom Zimmerer im Vergleich zum Bausatz?

Ein Einzelcarport nach Maß vom Zimmerer kostet komplett ca. 4.500–8.000 €, ein Doppelcarport ca. 7.500–14.000 €, jeweils mit Fundamenten, Montage und Dach. Bausätze gibt es ab ca. 500 €, dazu kommen aber Fundamente, Montage, Rinne und Anstrich. Der tatsächliche Abstand ist deshalb oft kleiner als der Listenpreis vermuten lässt.

Welches Holz ist für einen Carport am besten?

Für tragende Teile im Freien eignen sich Lärche und Douglasie am besten, weil ihr Kernholz von Natur aus widerstandsfähig ist und unbehandelt bleiben kann. Fichte ist günstiger, braucht aber regelmäßigen Anstrich. Für große Spannweiten nehmen wir Brettschichtholz, weil es formstabil ist und kaum reißt.

Wie lange hält ein Carport aus Holz?

Je nach Holzart und Konstruktion ca. 15 bis über 40 Jahre. Gängige Richtwerte sind 15–25 Jahre für Fichte und Kiefer, 25–35 Jahre für Douglasie und 25–40 Jahre für Lärche. Wichtiger als die Holzart sind Pfostenträger mit Bodenabstand, ein Dachüberstand und eine funktionierende Entwässerung.

Punktfundament oder Bodenplatte?

Für die meisten Carports reichen Punktfundamente unter jedem Pfosten, frostfrei gegründet, üblich sind ca. 80 cm Tiefe. Eine Bodenplatte lohnt sich nur, wenn ohnehin eine befestigte Fläche entstehen soll. Bei einem Abstellraum mit Wänden ist oft ein Streifenfundament sinnvoll.

Welche Dacheindeckung ist für einen Carport sinnvoll?

Trapezblech ist leicht und günstig und braucht ca. 3–5° Neigung. Eine Abdichtung aus Bitumen oder EPDM erlaubt ein fast flaches Dach und ist die Basis für ein Gründach. Ziegel passen optisch zum Haus, brauchen aber meist ab ca. 22° Neigung und damit ein Sattel- oder steileres Pultdach.

Kann ich eine Solaranlage auf den Carport setzen?

Ja, wenn die Konstruktion dafür ausgelegt ist. Module und Unterkonstruktion bringen zusätzliches Gewicht und Windlasten, das muss die Statik berücksichtigen. In Hessen ist die Solaranlage auf dem Dach verfahrensfrei; steht der Carport an der Grundstücksgrenze, darf sie dort eine mittlere Gesamthöhe von 3 m nicht überschreiten.

Kann ein Carport begrünt werden?

Ja, mit einer extensiven Dachbegrünung auf einer wurzelfesten Abdichtung. Das Gründach ist deutlich schwerer als Blech, vor allem wenn es nass ist. Sparren, Pfetten und Fundamente müssen deshalb von Anfang an dafür bemessen sein. Ein Bausatz lässt sich selten nachträglich begrünen.

Brauche ich in Hessen eine Baugenehmigung für einen Carport?

Bis 50 m² Grundfläche nicht. Der Carport muss aber vorher der Gemeinde mit den Bauvorlagen zur Kenntnis gegeben werden; gebaut werden darf nach 14 Tagen, wenn sie kein Verfahren verlangt. Bebauungsplan und Grenzregeln gelten trotzdem. Größere Carports brauchen einen Bauantrag.

Darf der Carport direkt an die Grundstücksgrenze?

Ja, direkt an der Grenze oder mit mindestens 1 m Abstand. Grenzseitig darf die mittlere Wandhöhe 3 m und die Wandfläche 25 m² je Nachbargrenze nicht überschreiten. Alle Grenzbauten auf dem Grundstück zusammen dürfen höchstens 15 m lang sein, Dachüberstände eingerechnet.

Carport aus Holz oder aus Aluminium?

Aluminium ist pflegeleicht und rostet nicht, wirkt aber technischer und lässt sich schlechter individuell anpassen. Holz ist vielseitiger, kann Ziegel oder ein Gründach tragen und passt besser zu vielen Häusern, braucht aber konstruktiven Holzschutz und gelegentliche Pflege. Als Zimmerei bauen wir Carports aus Holz.

Muss ich das Holz streichen?

Lärche und Douglasie können unbehandelt bleiben und vergrauen mit der Zeit silbrig, ohne dass das Holz Schaden nimmt. Wer die Holzfarbe behalten möchte, lasiert und erneuert die Lasur alle paar Jahre. Fichte im Außenbereich sollte immer einen Schutzanstrich bekommen.

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