Zwischensparrendämmung im Dachgeschoss, teilweise mit OSB-Platten verschlossen
Dämmung & Energie

Zwischen­sparren­dämmung – das Dach von innen dämmen

Die Eindeckung ist noch gut, aber das Dach schlecht gedämmt? Dann dämmen wir zwischen den Sparren von innen – mit luftdicht verklebter Dampfbremse und ohne das Dach zu öffnen.

Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste Art, ein Steildach nachträglich zu dämmen. Wenn die Eindeckung noch viele Jahre hält, muss das Dach dafür nicht geöffnet werden: Wir füllen die Fächer zwischen den Sparren von innen und schließen sie luftdicht ab. Hier lesen Sie, wie der Aufbau aussieht, wie dick die Dämmung sein muss, was bei niedrigen Sparren hilft und womit Sie preislich rechnen können.

Für das Ergebnis zählt bei der Dachdämmung von innen nicht nur der Dämmstoff, sondern vor allem die Sorgfalt an der luftdichten Ebene. Als Dachdecker und Zimmerei können wir außerdem die Sparren aufdoppeln, wenn sie zu niedrig sind – ohne zweiten Handwerker. Wird Ihr Dach ohnehin neu eingedeckt, ist meist die Aufsparrendämmung von außen die bessere Wahl. Einen Vergleich aller Verfahren finden Sie auf der Seite Dachdämmung.

Material
Mineralwolle, Holzfaser, Zellulose
Ideal wenn
die Eindeckung bleiben kann
Bei niedrigen Sparren
Aufdopplung oder Untersparrendämmung
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der Zwischensparrendämmung füllt der Dämmstoff die Fächer zwischen den Sparren. Die Eindeckung bleibt unberührt, wir arbeiten im Dachgeschoss.
  • Für den gesetzlichen Höchstwert U 0,24 W/(m²·K) braucht es zwischen den Sparren ca. 18 cm Mineralwolle oder ca. 20 cm Holzfaser. Sind die Sparren niedriger, genügt nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz die höchstmögliche Dicke.
  • Die luftdicht verklebte Dampfbremse entscheidet, ob die Dämmung dauerhaft trocken bleibt – wichtiger als jeder zusätzliche Zentimeter.
  • Richtwert: ca. 50–100 €/m² inklusive Dampfbremse, ohne Innenausbau; für 100 m² ca. 5.000–10.000 €. Details im Ratgeber Dachdämmung: Kosten.
  • Auch das Aufdoppeln der Sparren, die Dampfbremse und die neue Innenverkleidung werden mitgefördert, wenn sie Teil der Dämmmaßnahme sind.

Was ist eine Zwischen­sparren­dämmung?

Eine Zwischensparrendämmung ist eine Dämmschicht, die die Zwischenräume zwischen den Sparren eines Steildachs ausfüllt. Sie wird meist von innen eingebaut, kann bei offenem Dach aber auch von außen eingelegt werden. Füllt die Dämmung die ganze Sparrenhöhe bis zur Unterdeckung, spricht man von einer Vollsparrendämmung. Das ist heute der Normalfall.

Abgrenzung zu den anderen Verfahren

  • Untersparrendämmung: eine zusätzliche Dämmlage auf der Raumseite unter den Sparren. Sie ergänzt die Zwischensparrendämmung, wenn die Sparren zu niedrig sind.
  • Aufsparrendämmung: eine durchgehende Dämmschicht über den Sparren, von außen eingebaut. Dafür muss die Eindeckung herunter.

Der Schwachpunkt der Zwischensparrendämmung ist das Holz selbst. Die Sparren dämmen etwa drei- bis viermal schlechter als der Dämmstoff und bilden kleine Wärmebrücken. Das gleichen wir bei Bedarf mit einer Untersparrendämmung aus.

Wann ist die Zwischen­sparren­dämmung die richtige Wahl?

Die Zwischensparrendämmung ist die richtige Wahl, wenn die Eindeckung intakt ist und noch viele Jahre halten soll. Dann ist sie die günstigste Art, das Dach von innen zu dämmen.

Typische Anlässe

  • Das Dachgeschoss soll ausgebaut oder modernisiert werden, die alte Verkleidung kommt ohnehin heraus.
  • Nach einem Hauskauf soll das Dach gedämmt werden, die Eindeckung ist aber noch gut.
  • Im Dachgeschoss ist es im Winter kalt und im Sommer zu heiß.
  • Eine alte, dünne Dämmung aus den 1970er- oder 1980er-Jahren ist zusammengesackt oder lückenhaft.

Wann eine andere Lösung besser ist

  • Die Eindeckung ist verbraucht oder muss in den nächsten Jahren ohnehin erneuert werden: Dann gleich die Aufsparrendämmung mit Neueindeckung.
  • Die Innenverkleidung ist neu und soll bleiben: Dann kommen die Dämmung von außen oder ein Einblasverfahren infrage.
  • Der Dachboden wird gar nicht genutzt: Dann reicht oft die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Lohnt sich das bei älteren Dächern?

Gerade dort. Häuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren haben oft gar keine oder nur eine dünne Dämmung, der Gewinn ist entsprechend groß. Zwei Dinge prüfen wir bei älteren Dächern besonders: die Sparrenhöhe und ob unter den Ziegeln eine Unterspannbahn liegt.

Aufbau einer Zwischen­sparren­dämmung

Eine Zwischensparrendämmung besteht von außen nach innen aus sieben Schichten:

  1. Eindeckung aus Ziegeln oder Dachsteinen auf der Lattung
  2. Belüftung unter der Eindeckung über die Konterlattung
  3. Unterdeckung: eine diffusionsoffene Unterspann- oder Unterdeckbahn, die Wasser ableitet und Dampf nach außen lässt
  4. Dämmung zwischen den Sparren, fugenlos eingepasst
  5. Dampfbremse auf der Raumseite, an allen Stößen und Anschlüssen luftdicht verklebt
  6. Installationsebene aus einer Lattung, optional mit Untersparrendämmung
  7. Innenverkleidung aus OSB, Gipskarton oder Holz

Mit oder ohne Unterspannbahn?

In vielen Häusern bis in die 1970er-Jahre liegen die Ziegel direkt auf der Lattung, eine Unterspannbahn fehlt. Dann darf die Dämmung nicht einfach bis an die Ziegel gestopft werden: Flugschnee und Schlagregen würden sie durchnässen, und Feuchte könnte nicht entweichen. Es gibt zwei Lösungen. Entweder wir lassen über der Dämmung einen belüfteten Spalt von einigen Zentimetern und trennen ihn mit einer diffusionsoffenen Bahn ab, die von innen zwischen den Sparren eingebaut wird. Das kostet Dämmdicke. Oder das Dach bekommt bei der nächsten Neueindeckung eine richtige Unterdeckung, und bis dahin wird nur so viel gedämmt, wie die Konstruktion sicher zulässt. Welche Lösung passt, entscheiden wir nach einem Blick unter die Ziegel.

Dampfbremse oder Dampfsperre?

Eine Dampfsperre lässt praktisch keinen Wasserdampf durch, auch nicht in die Gegenrichtung. Gelangt doch Feuchte in die Konstruktion, kann sie nicht mehr austrocknen. Eine Dampfbremse lässt eine kleine Menge durch. Heute setzen wir meist feuchtevariable Dampfbremsen ein: Im Winter, wenn innen viel Feuchte anfällt, sind sie dicht. Im Sommer werden sie durchlässiger und lassen Feuchte aus der Dämmung zurück in den Raum trocknen. Das macht die Konstruktion deutlich fehlertoleranter.

Installationsebene

Steckdosen, Leuchten und Kabel gehören nicht in die Dampfbremse, sondern davor. Deshalb setzen wir unter die Dampfbremse eine Lattung von einigen Zentimetern Höhe. In diesem Hohlraum verlegt der Elektriker seine Leitungen, ohne die luftdichte Schicht zu durchstoßen. Füllt man die Ebene mit Dämmung, entsteht zugleich eine dünne Untersparrendämmung.

Verlegte und an den Stößen verklebte Dampfbremse unter den gedämmten Sparrenfeldern
Verlegte und an den Stößen verklebte Dampfbremse unter den gedämmten Sparrenfeldern

Wie dick muss die Zwischen­sparren­dämmung sein – und was, wenn die Sparren zu niedrig sind?

Um den gesetzlichen Höchstwert von U 0,24 W/(m²·K) zu erreichen, braucht es zwischen den Sparren ca. 18 cm Mineralwolle oder ca. 20 cm Holzfaser. Viele ältere Dachstühle haben aber nur Sparren von ca. 10–16 cm Höhe. Für diesen Fall hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (früher Gebäudeenergiegesetz) eine wichtige Regel.

Was das Gesetz bei niedrigen Sparren verlangt

Ist die Dämmdicke aus technischen Gründen begrenzt, zum Beispiel durch die Sparrenhöhe, gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird. Der Dämmstoff muss dann eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,035 W/(m·K) haben, bei eingeblasenen Dämmstoffen und bei Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen höchstens 0,045 (Anlage 7, Fußnote 1; für die oberste Geschossdecke § 35). Was im Einzelfall „höchstmöglich“ ist, stimmen wir bei geförderten Vorhaben mit dem Energieberater ab.

Sparrenhöhe bzw. DämmdickeDämmstoffU-Wert ca.
10 cmMineralwolle λ 0,0350,39
12 cmMineralwolle λ 0,0350,33
16 cmMineralwolle λ 0,0320,24–0,25
18 cmMineralwolle λ 0,0350,23
20 cmHolzfaser flexibel λ 0,038–0,0400,23
ungedämmt–oft 1,0 und mehr

Faustwerte aus unserer überschlägigen Rechnung mit dem Holzanteil der Sparren. Den genauen Wert berechnen wir für Ihren Aufbau.

Drei Wege zu mehr Dämmdicke

LösungWie es funktioniertVorteilNachteil
Sparren aufdoppelnWir schrauben Kanthölzer an die Unterseite der Sparren und gewinnen so zum Beispiel 6–8 cm Höhe.volle Dämmdicke, eine EbeneRaum wird um die Aufdopplung niedriger
UntersparrendämmungUnter den Sparren kommt eine durchgehende Dämmlage, meist 4–6 cm, oft kombiniert mit der Installationsebene.überdeckt die Sparren als WärmebrückeRaum wird etwas niedriger
HochleistungsdämmstoffDämmstoff mit besonders kleiner Wärmeleitfähigkeit zwischen den Sparrenkein Höhenverlustteurer, weniger Hitzeschutz

Das Aufdoppeln übernimmt bei uns die eigene Zimmerei im selben Auftrag. Für eine Förderung reicht die Sparrenhöhe allein fast nie aus. Dann ist die Kombination mit einer Untersparrendämmung der übliche Weg.

So dämmen wir zwischen den Sparren: Ablauf in sechs Schritten

  1. Bestandsaufnahme und Feuchtecheck: Wir messen Sparrenhöhe und Sparrenabstand, prüfen das Holz auf Schäden und Feuchte und schauen nach, ob eine Unterspannbahn vorhanden und intakt ist. Erst danach legen wir Dämmstoff und Dicke fest.
  2. Vorbereitung: Alte Verkleidung und alte Dämmung kommen heraus und werden entsorgt. Schadhafte Hölzer tauschen wir, bei Bedarf doppeln wir die Sparren auf. Elektrische Leitungen werden vorab mit Ihrem Elektriker abgestimmt.
  3. Zuschnitt mit Übermaß: Klemmfilz und flexible Holzfasermatten schneiden wir etwa 1–2 cm breiter als den Abstand zwischen den Sparren. So klemmt die Dämmung von selbst und liegt ohne Spalt am Holz an.
  4. Fugenloser Einbau: Die Matten werden bündig eingesetzt, ohne Hohlräume an Sparren, Pfetten und Kehlbalken. Bei zwei Lagen versetzen wir die Fugen.
  5. Dampfbremse verlegen und anschließen: Die Bahn wird quer oder längs zu den Sparren verlegt, an den Stößen überlappt und mit Klebeband verklebt. An Wänden, Kamin, Dachfenstern, Rohren und Kabeln schließen wir sie mit Dichtkleber, Manschetten und Anschlussbändern luftdicht an.
  6. Installationsebene und Beplankung: Wir setzen die Lattung, dämmen sie auf Wunsch aus und beplanken mit OSB- oder Gipskartonplatten. Damit ist die Fläche bereit für Spachtel- und Malerarbeiten.

Wie lange dauert eine Zwischen­sparren­dämmung?

Für ein Dachgeschoss mit ca. 100 m² Dachfläche rechnen wir mit ca. 1–2 Wochen einschließlich Dampfbremse und Beplankung. Viele Dachfenster, Gauben, Kehlbalken und das Aufdoppeln der Sparren brauchen mehr Zeit. Ein Gerüst ist in der Regel nicht nötig. Die betroffenen Räume sind während der Arbeiten nicht nutzbar, der Rest des Hauses bleibt bewohnbar.

Gedämmte Sparrenfelder im Dachgeschoss, teilweise schon mit OSB-Platten beplankt
Gedämmte Sparrenfelder im Dachgeschoss, teilweise schon mit OSB-Platten beplankt

Dämmstoffe für die Zwischen­sparren­dämmung im Vergleich

Für die Zwischensparrendämmung eignen sich flexible Dämmstoffe, die sich zwischen die Sparren klemmen lassen, und Einblasdämmstoffe. Mineralwolle ist am günstigsten, Holzfaser schützt besser vor Sommerhitze.

DämmstoffWärmeleitfähigkeit (typisch)Hitzeschutz im SommerBrandverhaltenPreisniveau
Mineralwolle als Klemmfilzca. 0,032–0,040geringnicht brennbargünstig
Holzfaser flexibelca. 0,038–0,040gut bis sehr gutnormal entflammbarmittel
Zellulose eingeblasenca. 0,038–0,040gutje nach Produktgünstig bis mittel
Hanf, Flachsca. 0,040–0,045mittelnormal entflammbarhöher

Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K). Maßgeblich ist das Datenblatt des Produkts.

Welcher Dämmstoff ist der richtige?

Für Abstellräume oder wenig genutzte Bereiche ist Mineralwolle eine solide und günstige Wahl. Wird das Dachgeschoss als Schlaf-, Kinder- oder Arbeitszimmer genutzt, empfehlen wir meist Holzfaser: Sie speichert deutlich mehr Wärme und hält die Räume an heißen Sommertagen spürbar kühler. Zellulose eignet sich, wenn die Dachschrägen geschlossen bleiben sollen. Sie wird durch kleine Öffnungen in die Hohlräume geblasen.

Typische Fehler – und wie wir sie vermeiden

  • Fugen und Hohlräume: Zu knapp geschnittene Matten lassen Spalten am Sparren. Dort strömt Luft, die Dämmung verliert an Wirkung. Wir schneiden mit Übermaß und prüfen jedes Feld vor dem Schließen.
  • Dampfbremse nicht verklebt: Nur getackert oder überlappt reicht nicht. Jeder Stoß wird mit geprüftem Klebeband geschlossen, jede Durchdringung mit Manschette.
  • Anschlüsse vergessen: Die meisten Schäden entstehen an Giebelwänden, Pfetten, Kehlbalken, Kamin und Dachfenstern. Hier schließen wir die Bahn mit Dichtkleber und Anschlussband an den Untergrund an.
  • Steckdosen in der Dampfbremse: Jede Dose ohne Installationsebene ist ein Loch in der luftdichten Hülle. Deshalb kommt die Elektrik in die Ebene davor.
  • Dämmung bis an die Ziegel: Ohne Unterspannbahn wird die Dämmung nass. Wir planen dann einen belüfteten Spalt oder eine andere sichere Lösung.
  • Dampfsperre statt Dampfbremse: Eine völlig dichte Folie kann Feuchte einschließen, besonders bei dampfdichten Bahnen außen. Wir wählen die Bahn passend zum Aufbau.
  • Feuchtes Holz eingedämmt: Ist das Holz von einer früheren Undichtigkeit feucht, muss es erst trocknen oder getauscht werden.

Wer ganz sicher gehen will, lässt die Luftdichtheit vor dem Verkleiden messen. Diese Messung kann ein Energieberater durchführen.

Alte, durchhängende Mineralwolle zwischen den Sparren – so sieht eine undichte, ältere Dämmung aus
Alte, durchhängende Mineralwolle zwischen den Sparren – so sieht eine undichte, ältere Dämmung aus

Was kostet eine Zwischen­sparren­dämmung?

Eine Zwischensparrendämmung kostet ca. 50–100 €/m² einschließlich Dämmstoff, Dampfbremse und Einbau, aber ohne Innenausbau. Für 100 m² Dachfläche sind das ca. 5.000–10.000 €.

LeistungRichtwert pro m²Beispiel 100 m²
Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle, inkl. Dampfbremseca. 50–80 €ca. 5.000–8.000 €
Zwischensparrendämmung mit Holzfaser, inkl. Dampfbremseca. 70–100 €ca. 7.000–10.000 €
Untersparrendämmung als Ergänzungzusätzlich ca. 30–60 €zusätzlich ca. 3.000–6.000 €
Sparren aufdoppelnzusätzlich ca. 15–30 €zusätzlich ca. 1.500–3.000 €

Grobe Richtwerte (Stand Oktober 2026), ersetzen kein Angebot. Teurer wird es durch viele Dachfenster, Gauben und Kehlbalken, durch den Ausbau alter Verkleidung und Dämmung sowie durch eine fehlende Unterspannbahn.

Was im Preis steckt – und was nicht

Enthalten sind Dämmstoff, Einbau, Dampfbremse mit allen Anschlüssen und die Entsorgung von Verschnitt. Die Beplankung mit OSB- oder Gipskartonplatten übernehmen wir auf Wunsch und weisen sie im Angebot gesondert aus. Spachtel-, Putz- und Malerarbeiten gehören nicht dazu. Dafür empfehlen wir Ihnen gern Partner aus der Region. Mehr Rechenbeispiele finden Sie im Ratgeber Dachdämmung: Kosten im Vergleich.

Förderung für die Zwischen­sparren­dämmung

Die Zwischensparrendämmung wird als Einzelmaßnahme mit 15 % Zuschuss gefördert, alternativ über den Steuerbonus. Mitgefördert werden laut Infoblatt der Förderbank auch Arbeiten, die bei der Dämmung von innen typisch sind: das Aufdoppeln der Sparren, die Dampfbremse bzw. Luftdichtheitsschicht, der Abbruch alter Dämmung und die neue Innenverkleidung einschließlich Malerarbeiten.

Voraussetzung für den Zuschuss sind die technischen Mindestanforderungen der Förderung. Die sind strenger als das Gesetz und mit der Sparrenhöhe allein selten zu erreichen. Meist ist eine zusätzliche Untersparrendämmung nötig. Außerdem muss ein Energieeffizienz-Experte eingebunden und der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt sein.

Zuschuss oder Steuerbonus?

Bei kleineren Summen ist der Steuerbonus oft der einfachere Weg. Ein Beispiel: Bei 9.000 € Kosten bringt er 20 %, also 1.800 €, verteilt auf drei Jahre (630 €, 630 €, 540 €). Er gilt für selbst genutztes Wohneigentum, das älter als zehn Jahre ist, und braucht keinen Antrag vorab, sondern unsere Bescheinigung nach amtlichem Muster (§ 35c EStG). Der Zuschuss bringt 15 %, also 1.350 €. Davon geht aber das Honorar des Energieeffizienz-Experten ab. Beides zusammen für dieselbe Maßnahme geht nicht. Mehr dazu auf der Seite Förderung und Energieberatung.

Selbst dämmen oder Fachbetrieb?

Die Zwischensparrendämmung ist die einzige Dachdämmung, die sich geübte Heimwerker zutrauen können. Ehrlich gesagt: Das Dämmmaterial einzulegen ist nicht das Problem. Schwierig ist die luftdichte Ebene. Eine einzige undichte Stelle an der Giebelwand oder am Dachfenster kann über Jahre Feuchte in die Konstruktion tragen, bevor man etwas bemerkt.

EigenleistungFachbetrieb
MaterialSie kaufen selbstim Angebot enthalten
Luftdichtheitgrößtes Risiko, keine KontrolleAnschlüsse mit System, auf Wunsch gemessen
Prüfung von Holz und Unterdeckungoft übersehenTeil der Bestandsaufnahme
Zuschuss und Steuerbonuskein Steuerbonus, Zuschuss nur eingeschränktförderfähig mit Nachweis
Gewährleistungkeinegesetzliche Gewährleistung für Arbeiten am Bauwerk

Unser Rat: Wer selbst Hand anlegen will, kann vorbereitende Arbeiten übernehmen, etwa alte Verkleidung entfernen oder Malerarbeiten nach der Beplankung. Dämmung und Dampfbremse sollten aus einer Hand kommen. Fragen Sie uns, welche Teile Sie übernehmen können.

Zwischen­sparren­dämmung und Dachfenster

Dachfenster sind bei der Dämmung von innen die heikelste Stelle. Hier treffen Dämmung, Dampfbremse, Fensterrahmen und Innenfutter auf engem Raum zusammen. Wir schließen die Dampfbremse mit einer passenden Manschette direkt an den Fensterrahmen an und dämmen die Laibung rundum.

Ist das Fenster älter als 20 bis 25 Jahre, lohnt sich der Austausch im selben Zug. Ein altes Fenster ist nach der Dämmung die größte Schwachstelle der Dachfläche, und der Anschluss lässt sich nur einmal sauber herstellen. Weil Dachfenster einer unserer Schwerpunkte sind, kommen Fenster und Dämmung bei uns aus einer Hand. Mehr dazu bei Dachfenster austauschen. Soll ein zusätzliches Fenster ins Dach, lesen Sie bei Dachfenster einbauen weiter.

Dachfenster in einer roten Ziegeldeckung von außen
Dachfenster in einer roten Ziegeldeckung von außen

Warum Dachtechnik Zwilling

  • Dachdecker und Zimmerei in einem Betrieb: Sparren aufdoppeln, schadhafte Hölzer tauschen und dämmen – in einem Auftrag.
  • Blick auch von außen: Als Dachdecker prüfen wir Unterdeckung und Eindeckung mit. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Dämmung von innen funktioniert.
  • Dachfenster-Kompetenz: Anschluss und Austausch der Fenster kommen von uns.
  • Klare Abgrenzung: Wir übernehmen Dämmung, Dampfbremse und Beplankung. Für Trockenbau und Putz empfehlen wir Partner aus der Region.
  • Ein Ansprechpartner: Timo Zwilling kommt selbst zur Besichtigung, Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.

Herr Thomas schreibt über unsere Arbeit: „Zuverlässig und hervorragende Arbeit geleistet.“

Zwischen­sparren­dämmung in Mörfelden-Walldorf und Umgebung

Wir dämmen Dächer von innen in Mörfelden-Walldorf und im ganzen Umkreis: im Kreis Groß-Gerau in Groß-Gerau, Büttelborn, Nauheim, Trebur, Riedstadt, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach, außerdem in Weiterstadt, Erzhausen, Griesheim, Darmstadt, Langen, Egelsbach und Dreieich. Alle Orte finden Sie im Einsatzgebiet.

So kommen Sie am schnellsten zur Einschätzung: Schicken Sie uns per WhatsApp ein Foto vom Dachboden oder einer offenen Stelle in der Dachschräge, gern mit einem Zollstock am Sparren. Daran erkennen wir Sparrenhöhe und Unterdeckung und können eine erste Einschätzung geben.

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Fachlich verantwortlich: Timo Zwilling, Inhaber Dachtechnik Zwilling

Häufige Fragen

Fragen zu Zwischen­sparren­dämmung

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir beraten Sie gern persönlich.

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Mo–Fr, 07:00–17:00 Uhr

Muss für die Zwischensparrendämmung das Dach geöffnet werden?

Nein. Die Zwischensparrendämmung wird von innen eingebaut, die Eindeckung bleibt unberührt und ein Gerüst ist meist nicht nötig. Geöffnet wird nur die Innenseite der Dachschräge, falls dort eine alte Verkleidung sitzt. Bei offenem Dach, etwa während einer Neueindeckung, lässt sich die Dämmung auch von außen einlegen.

Wie dick muss eine Zwischensparrendämmung sein?

Für den gesetzlichen Höchstwert von U 0,24 sind zwischen den Sparren etwa 18 cm Mineralwolle oder 20 cm Holzfaser nötig. Sind die Sparren niedriger, genügt nach dem Gesetz die höchstmögliche Dicke mit einem guten Dämmstoff. Für eine Förderung reicht die Sparrenhöhe fast nie aus, dann ergänzen wir eine Untersparrendämmung.

Was tun, wenn die Sparren zu niedrig sind?

Es gibt drei Wege. Wir doppeln die Sparren mit Kanthölzern auf und gewinnen so mehrere Zentimeter. Oder wir ergänzen eine Untersparrendämmung, die die Sparren zugleich als Wärmebrücke überdeckt. Oder wir verwenden einen Dämmstoff mit besonders kleiner Wärmeleitfähigkeit. Die ersten beiden kosten etwas Raumhöhe, sind aber am wirksamsten.

Brauche ich immer eine Dampfbremse?

Bei der Dämmung von innen fast immer. Die Dampfbremse verhindert, dass warme, feuchte Raumluft in die Dämmung strömt und dort kondensiert. Wichtiger als die Bahn selbst ist, dass alle Stöße und Anschlüsse luftdicht verklebt sind. Wir verwenden meist feuchtevariable Bahnen, die im Sommer das Austrocknen nach innen ermöglichen.

Was passiert, wenn die Dämmung nicht luftdicht ist?

Dann strömt feuchte Raumluft durch die Undichtigkeit in die Dämmung, kühlt ab und das Wasser schlägt sich nieder. Die Dämmung wird nass und wirkt schlechter, das Holz kann schimmeln oder faulen. Weil das hinter der Verkleidung passiert, fällt es oft erst nach Jahren auf. Deshalb verkleben wir jeden Stoß und jeden Anschluss.

Kann man ohne Unterspannbahn zwischen den Sparren dämmen?

Ja, aber nicht bis an die Ziegel. Ohne Unterspannbahn würde Flugschnee oder Schlagregen die Dämmung durchnässen. Wir lassen dann einen belüfteten Spalt über der Dämmung und trennen ihn mit einer diffusionsoffenen Bahn ab, die von innen zwischen den Sparren eingebaut wird. Das kostet etwas Dämmdicke, hält die Konstruktion aber trocken.

Welcher Dämmstoff ist für die Zwischensparrendämmung der beste?

Mineralwolle ist günstig, bewährt und nicht brennbar. Holzfaser kostet etwas mehr, hält das Dachgeschoss im Sommer aber spürbar kühler, weil sie viel mehr Wärme speichert. Für Schlaf- und Kinderzimmer unter dem Dach empfehlen wir deshalb meist Holzfaser. Zellulose eignet sich, wenn geschlossene Dachschrägen ausgeblasen werden sollen.

Was kostet eine Zwischensparrendämmung pro m²?

Wir rechnen mit ca. 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter einschließlich Dämmstoff, Dampfbremse und Einbau, aber ohne Innenausbau. Mineralwolle liegt im unteren, Holzfaser im oberen Bereich. Für 100 Quadratmeter sind das ca. 5.000 bis 10.000 Euro. Untersparrendämmung, Aufdopplung und Beplankung kommen bei Bedarf hinzu.

Kann ich die Zwischensparrendämmung selbst machen?

Für geübte Heimwerker ist es möglich, aber riskant. Das Einlegen der Dämmung ist einfach, die luftdichten Anschlüsse an Wände, Kamin und Fenster sind es nicht. Fehler zeigen sich oft erst nach Jahren als Feuchteschaden. Außerdem sind eigene Arbeitsstunden nicht förderfähig. Vorbereitende Arbeiten wie den Rückbau alter Verkleidung können Sie gut übernehmen.

Übernehmen Sie auch den Innenausbau?

Wir übernehmen Dämmung, Dampfbremse, Installationsebene und auf Wunsch die Beplankung mit OSB- oder Gipskartonplatten. Spachtel-, Putz- und Malerarbeiten machen wir nicht selbst. Dafür empfehlen wir Ihnen gern Partner aus der Region, damit die Arbeiten nahtlos aneinander anschließen.

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