Bei der Photovoltaik-Montage wird die Dachhaut an Dutzenden Stellen berührt: Ziegel werden angepasst, Dachhaken an den Sparren verschraubt, Kabel ins Haus geführt. Wir übernehmen als Dachdecker und Zimmerei Unterkonstruktion und Modulmontage, den elektrischen Anschluss macht ein Elektrofachbetrieb. Hier lesen Sie, welche Befestigung zu welchem Dach passt, was die Montage kostet und wann sich zuerst eine Dachsanierung lohnt.
Wir montieren Photovoltaikanlagen auf Steil- und Flachdächern: Dachhaken, Schienen, Klemmen und Module. Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank und Netzanmeldung übernimmt ein Elektrofachbetrieb, mit dem wir Termine und Gerüst abstimmen. Unser Schwerpunkt ist das, was später niemand mehr sieht: ein tragfähiger Dachstuhl, dichte Durchdringungen und eine Eindeckung, die die Laufzeit der Anlage übersteht. Ist das Dach älter, verbinden wir die Montage mit einer Dachsanierung oder Neueindeckung.
- Unsere Leistung
- Unterkonstruktion und Modulmontage
- Dächer
- Ziegel, Dachstein, Biber, Schiefer, Flachdach
- Elektrik
- durch Elektrofachbetrieb
- Wir montieren Unterkonstruktion und Module. Elektroarbeiten hinter der Hausanschlusssicherung darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 Abs. 2 NAV).
- Vor der Montage prüfen wir Eindeckung, Unterdeckung und Dachstuhl. Hat die Eindeckung absehbar weniger Restlaufzeit als die Anlage, lohnt sich meist erst die Sanierung.
- Richtwert für die Montage von Unterkonstruktion und Modulen: ca. 180–300 € pro kWp, bei 10 kWp also ca. 1.800–3.000 €, dazu das Gerüst.
- Auf einem Einfamilienhaus dauert die Montage von Unterkonstruktion und Modulen meist ca. zwei bis vier Arbeitstage.
- Solaranlagen auf Dachflächen sind in Hessen baugenehmigungsfrei (HBO, Anlage zu § 63, I Nr. 3.9.1). Bebauungsplan, Gestaltungssatzung und Denkmalschutz gelten trotzdem.
Was wir übernehmen und was der Elektrofachbetrieb macht
Wir sind für alles zuständig, was mit Dach und Befestigung zu tun hat, der Elektrofachbetrieb für alles, was Strom führt und ans Netz geht. Diese Trennung ist nicht nur praktisch, sondern vorgeschrieben: Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung dürfen nur der Netzbetreiber oder ein Installationsunternehmen ausführen, das in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 Abs. 2 NAV).
| Arbeitsschritt | Wer |
|---|---|
| Dachcheck: Eindeckung, Unterdeckung, Dachstuhl | Dachtechnik Zwilling |
| Gerüst und Absturzsicherung | Dachtechnik Zwilling |
| Modulbelegung und Anlagengröße | Elektrofachbetrieb bzw. Anlagenplaner, mit uns abgestimmt |
| Dachhaken, Schienen, Klemmen (Unterkonstruktion) | Dachtechnik Zwilling |
| Module auf die Schienen setzen und befestigen | Dachtechnik Zwilling |
| Kabeldurchführung durch die Dachhaut abdichten | Dachtechnik Zwilling |
| Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank | Elektrofachbetrieb |
| Anmeldung beim Netzbetreiber, Inbetriebnahme | Elektrofachbetrieb |
Wer die Gleichstromleitungen zwischen den Modulen und bis zur Dachdurchführung verlegt, stimmen wir vor dem Auftrag mit dem Elektrofachbetrieb ab. Wichtig ist, dass am Ende jede Durchdringung der Dachhaut von jemandem gemacht wird, der den Dachaufbau kennt.
Ist Ihr Dach bereit für eine Solaranlage?
Ein Dach ist für eine Solaranlage bereit, wenn Eindeckung, Unterdeckung und Dachstuhl die nächsten 25 bis 30 Jahre ohne größere Arbeiten überstehen. Das prüfen wir vor jeder Montage. Diese Punkte schauen wir uns an:
- Alter und Zustand der Eindeckung: Sind Ziegel oder Dachsteine porös, abgewittert oder brüchig? Brechen sie beim Begehen, wird jede Montage zur Reparatur.
- Unterdeckung: Gibt es unter den Ziegeln eine intakte Unterdeckbahn, die eindringendes Wasser ableitet? Bei vielen Dächern aus den 1960er- und 1970er-Jahren fehlt sie ganz.
- Dachstuhl: Sind Sparren und Lattung tragfähig, trocken und frei von Schädlingen? Hängen Sparren durch?
- Anschlüsse: Kamin, Dachfenster, Gauben und Lüfter bestimmen, wo Module Platz haben, und sollten dicht sein, bevor sie teilweise verdeckt werden.
- Flachdach: Wie alt ist die Abdichtung, gibt es Blasen, Risse oder stehendes Wasser? Unter einer Anlage mit Ballast ist sie schwer zu reparieren.
- Faserzement: Wellplatten und Dachschindeln aus Faserzement, die vor 1993 hergestellt wurden, können Asbest enthalten. Arbeiten daran unterliegen der Gefahrstoffverordnung. Auf solchen Platten sollte keine Anlage montiert werden; zuerst wird das Dach fachgerecht saniert.
- Verschattung: Die Ertragsplanung macht der Anlagenplaner; wir sagen, welche Flächen technisch sinnvoll belegt werden können.
Für die erste Einschätzung genügen oft Fotos per WhatsApp. Ein verlässliches Urteil über Lattung und Sparren gibt es nur vor Ort.

Erst das Dach, dann die Solaranlage?
Wenn die Eindeckung absehbar früher erneuert werden muss als die Anlage ausgedient hat, lohnt es sich fast immer, zuerst das Dach zu machen. Sonst muss die Anlage in einigen Jahren komplett abgebaut, eingelagert und wieder montiert werden – mit Gerüst, Elektrofachbetrieb und Ertragsausfall in dieser Zeit. Das kostet ein Vielfaches dessen, was Sie heute durch Aufschieben sparen.
| Zustand des Daches | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| Eindeckung jünger als ca. 15 Jahre, Unterdeckbahn vorhanden, Dachstuhl in Ordnung | Anlage montieren |
| Eindeckung ca. 20–35 Jahre, einzelne Schäden, Unterdeckung vorhanden | reparieren, dann montieren; Restlaufzeit ehrlich abschätzen |
| Eindeckung ca. 40 Jahre und älter, keine Unterdeckbahn, Ziegel porös | erst neu eindecken, dann montieren |
| Dach soll ohnehin gedämmt werden | Dämmung, Neueindeckung und Montage in einem Zug |
Der Vorteil der Kombination: Das Gerüst steht nur einmal, die Dachhaken werden direkt auf der neuen Lattung und den Sparren gesetzt, und die Durchdringungen werden gleich in die neue Unterdeckbahn eingebunden. Wird das Dach dabei gedämmt, kann die Dämmung samt Neueindeckung gefördert werden. Was eine Dachsanierung kostet, steht im Ratgeber Dachsanierung Kosten.
Montagesysteme je Dacheindeckung
Auf geneigten Dächern wird eine Solaranlage meist als Aufdach-Anlage montiert: Dachhaken werden an den Sparren befestigt, darauf liegen Montageschienen, auf denen die Module mit Klemmen gehalten werden. Welcher Haken passt und wie viel Arbeit die Eindeckung macht, hängt vom Dachmaterial ab.
| Eindeckung | Befestigung | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Tondachziegel, Betondachstein | Dachhaken an den Sparren, unter den Ziegeln hindurchgeführt | Ziegel über dem Haken nur so weit ausklinken wie nötig, damit er ohne Spannung aufliegt |
| Biberschwanz | spezielle Biber-Dachhaken oder Ersatzplatten aus Metall | Doppeldeckung: aufwendiger, mehr Zeit pro Haken |
| Naturschiefer | Schieferhaken mit Abdeckblech bzw. Einbindung in die Deckung | Schiefer bricht leicht; Arbeit für Fachleute mit Schiefererfahrung |
| Trapez- und Stehfalzblech | Kurzschienen oder Klemmen direkt auf Hochsicke bzw. Falz | Dichtung an jeder Schraube; Falzklemmen ohne Durchdringung |
| Flachdach (Bitumen, Kunststoffbahn) | Aufständerung mit Ballast oder verankert | Statik, Schutzlage unter dem Gestell, Abdichtung nicht beschädigen |
| Faserzement | Stockschrauben in die Pfetten bzw. Sparren | vor 1993 Asbestverdacht, dann keine Montage |
Aufdach-Montage
Die Aufdach-Montage ist der Standard. Die Module liegen mit Abstand über der Eindeckung und werden hinterlüftet, das kühlt sie und hilft dem Ertrag. Die Dachhaut wird nur an den Haken und an der Kabeldurchführung berührt.
Indach-Montage und Solardachziegel
Bei der Indach-Montage ersetzen die Module die Eindeckung in diesem Bereich; Solardachziegel haben die Zellen direkt im Ziegel. Beides sieht ruhiger aus und hilft bei Denkmal- oder Gestaltungsauflagen. Material und Montage sind teurer, die Hinterlüftung ist schwieriger. Sinnvoll ist Indach vor allem, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird.
Flachdach: Aufständerung mit Ballast oder verankert
Auf dem Flachdach stehen die Module auf Gestellen. Ballastierte Systeme werden mit Gewichten gegen Windsog gesichert und kommen ohne Durchdringung der Abdichtung aus, belasten aber die Konstruktion. Verankerte Systeme sind leichter, brauchen aber dichte Befestigungspunkte. Unter die Gestelle gehören Schutzlagen. Ist die Abdichtung alt, erneuern wir sie vorher, mehr bei Flachdach abdichten.
Dichtigkeit: worauf es bei Dachhaken und Durchdringungen ankommt
Ein Dach bleibt nach der Montage dicht, wenn jeder Haken spannungsfrei unter dem Ziegel liegt und jede Durchdringung an die Unterdeckbahn angeschlossen ist. Die meisten Undichtigkeiten nach einer PV-Montage haben eine von drei Ursachen:
- Haken drückt auf den Ziegel: Liegt der Dachhaken direkt auf dem darunterliegenden Ziegel auf, überträgt er bei Schnee und Wind die Last. Der Ziegel bricht, oft erst nach dem ersten Winter. Wir arbeiten den Ziegel so aus, dass ein Spalt bleibt, und justieren die Haken in der Höhe.
- Ziegel zu stark bearbeitet: Wird der Falz großzügig weggeflext, entsteht ein Spalt, durch den Wind Regen und Schnee drückt. Wo nötig, setzen wir passende Lüfter- oder Ersatzziegel ein.
- Kabel einfach unter dem Ziegel durchgeführt: Die Leitung gehört durch einen Durchgangsziegel mit Manschette, und unter der Deckung wird die Unterdeckbahn um die Durchführung herum abgedichtet. Innen schließen wir, wo vorhanden, an die Dampfbremse an.
Auf Blech- und Flachdächern gilt dasselbe Prinzip: jede Schraube mit passender Dichtung, jede Durchdringung mit dem Material der vorhandenen Abdichtung verkleben.

Statik: Wind, Schnee und der Dachstuhl
Die Zahl und Lage der Dachhaken ergibt sich aus der Systemstatik des Montagesystems, die Wind- und Schneelast am Standort berücksichtigt. Diese Berechnung sagt aber nur, wie die Module am Haken halten – nicht, ob der Dachstuhl darunter die zusätzliche Last trägt. Das prüfen wir als Zimmerei vor Ort.
Was zusätzlich aufs Dach kommt
Module mit Schienen und Haken bringen grob 12 bis 15 kg pro m² auf das Dach. Bei einem gesunden Dachstuhl ist das meist unkritisch. Kritisch wird es bei geschwächten oder unterdimensionierten Sparren, bei Schäden durch Feuchtigkeit oder Holzschädlinge und bei ballastierten Flachdachanlagen, deren Gewicht ein Vielfaches beträgt. Am Rand und an den Ecken einer Dachfläche sind die Windsogkräfte am größten; dort sitzen mehr Haken oder es bleibt ein Randstreifen frei.
Wenn der Dachstuhl verstärkt werden muss
Hängen Sparren durch oder sind sie zu schwach, verstärken wir sie, etwa durch Aufdoppeln, bevor die Anlage montiert wird. Das ist der Vorteil von Dachdecker und Zimmerei in einem Betrieb: kein zweiter Handwerker, kein zweiter Termin. Mehr dazu auf der Seite Dachstuhl. Bei Flachdächern und größeren Anlagen ziehen wir einen Tragwerksplaner hinzu.
Ablauf der Photovoltaik-Montage Schritt für Schritt
- Dachcheck vor Ort: Timo Zwilling schaut sich Eindeckung, Unterdeckung, Dachstuhl und Anschlüsse an und sagt Ihnen ehrlich, ob das Dach die Laufzeit der Anlage mitmacht.
- Abstimmung mit dem Elektrofachbetrieb: Modulbelegung, Anlagengröße, Kabelweg und Standort von Wechselrichter und Speicher werden festgelegt.
- Schriftliches Angebot: mit allen Positionen für Gerüst, Unterkonstruktion, Montage und gegebenenfalls Dacharbeiten.
- Gerüst und Absturzsicherung, auch für den Transport der Module.
- Dachhaken setzen: Ziegel aufnehmen, Haken an den Sparren verschrauben, Ziegel anpassen und wieder eindecken.
- Schienen montieren und in der Flucht ausrichten, damit die Modulfläche plan liegt.
- Kabeldurchführung: Durchgangsziegel setzen, Unterdeckbahn abdichten, Leitung ins Haus führen.
- Module montieren und mit Mittel- und Endklemmen befestigen.
- Übergabe an den Elektrofachbetrieb, der anschließt und die Anlage anmeldet.
- Abschluss: Eindeckung und Anschlüsse kontrollieren, aufräumen, Gerüst abbauen, sobald alle Gewerke fertig sind.
Wie lange dauert die Montage?
Für Unterkonstruktion und Module auf einem Einfamilienhaus brauchen wir meist ca. zwei bis vier Arbeitstage. Länger dauert es bei Biberschwanz- und Schieferdächern, bei vielen Dachflächen, Gauben oder Kaminen und bei Flachdächern mit großem Ballast. Kommen Neueindeckung oder Dämmung dazu, verlängert sich die Baustelle entsprechend.
Brauche ich ein Gerüst?
Ja, in aller Regel. Arbeiten auf dem Dach erfordern eine Absturzsicherung, und die Module müssen sicher nach oben. Das Gerüst stellen wir so, dass es auch der Elektrofachbetrieb nutzen kann.

Was kostet die Photovoltaik-Montage?
Für die Montage von Unterkonstruktion und Modulen liegt der Richtwert bei ca. 180–300 € pro kWp, bei einer 10-kWp-Anlage also bei ca. 1.800–3.000 €. Dazu kommt das Gerüst. Gemessen an den Gesamtkosten einer Anlage ist die Montage ein kleinerer Posten; den Großteil machen Module, Wechselrichter und gegebenenfalls ein Speicher aus.
| Leistung | Richtwert |
|---|---|
| Montage Unterkonstruktion und Module, Ziegel- oder Dachsteindach | ca. 180–300 € pro kWp |
| Beispiel Einfamilienhaus, 10 kWp | ca. 1.800–3.000 € |
| Gerüst mit Absturzsicherung, Einfamilienhaus | ca. 750–1.500 € |
| Biberschwanz, Schiefer, viele Anschlüsse | Mehraufwand nach Dach |
| Flachdach-Aufständerung | je nach System und Statik |
Grobe Richtwerte (Stand Oktober 2026), ersetzen kein Angebot. Ob das Montagematerial (Haken, Schienen, Klemmen) von uns oder mit der Anlage geliefert wird, steht im Angebot gesondert.
Der Preis hängt vor allem von der Eindeckung (Biberschwanz und Schiefer brauchen mehr Zeit pro Haken), von Dachform und Traufhöhe sowie von der Anlagengröße ab: Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, weil Einrichtung und Gerüst nur einmal anfallen.
0 % Umsatzsteuer auf die Montage
Für die Lieferung und die Installation von Photovoltaikanlagen und Speichern gilt ein Steuersatz von 0 %, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden installiert wird. Die Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Anlage laut Marktstammdatenregister höchstens 30 kW (peak) Bruttoleistung hat (§ 12 Abs. 3 UStG). Das gilt auch für unsere Montage der Anlage. Arbeiten am Dach selbst, etwa eine Neueindeckung oder Reparatur, sind dagegen keine Installation der Anlage und werden normal besteuert.
Photovoltaik und Dachdämmung kombinieren
Wer das Dach für die Solaranlage ohnehin neu eindeckt, sollte die Dämmung gleich mitmachen. Wird die Eindeckung samt Lattung erneuert, verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz (früher Gebäudeenergiegesetz) in der Regel ohnehin eine Dämmung auf aktuellem Niveau. Und solange das Dach offen ist, ist Dämmung am günstigsten.
Aufsparrendämmung und Solaranlage
Bei einer Aufsparrendämmung liegt die Dämmung über den Sparren. Die Dachhaken müssen dann durch die Dämmebene hindurch sicher am Sparren halten. Dafür gibt es spezielle Haken und Befestigungen, die wir schon bei der Planung der Dämmung berücksichtigen. Nachträglich ist das deutlich aufwendiger.
Was gefördert wird und was nicht
Die Dämmung des Daches kann über die Bundesförderung für effiziente Gebäude mit 15 % bezuschusst werden; ein Energieeffizienz-Experte ist dafür Pflicht. Mitgefördert werden können auch Arbeiten, die zur Dämmung gehören, etwa die Neueindeckung. Die Photovoltaikanlage selbst ist darüber nicht förderfähig. Eine Ausnahme sind Indach-Module oder Solardachziegel: Laut dem Infoblatt der KfW zu den förderfähigen Maßnahmen können sie als Teil der Dachfläche gefördert werden, wenn sie nur zur Wiederherstellung des Daches im Rahmen der Dämmung eingebaut werden und nicht über das EEG gefördert werden. Ob sich das für Sie rechnet, klären wir gemeinsam mit einem Energieberater. Mehr zur Förderung und Energieberatung.
Genehmigung, Brandschutz und Denkmalschutz in Hessen
Eine Solaranlage auf dem Dach braucht in Hessen keine Baugenehmigung. Solaranlagen in, an und auf Dach- und Außenwandflächen sind baugenehmigungsfrei, ausgenommen bei Hochhäusern, einschließlich der damit verbundenen Änderung der äußeren Gestalt (HBO, Anlage zu § 63, I Nr. 3.9.1 und II Nr. 4).
Was trotzdem gilt
- Bebauungsplan und Satzungen: Enthält eine Gestaltungssatzung oder ein Bebauungsplan Regeln zu Solaranlagen, sind sie einzuhalten (§ 62 Abs. 2, Anlage I Nr. 3.9.3).
- Denkmalschutz: Bei Kulturdenkmälern und in denkmalgeschützten Gesamtanlagen ist die Denkmalschutzbehörde einzubinden. Indach-Lösungen oder dunkle, rahmenlose Module können hier helfen.
- Brandwände bei Doppel- und Reihenhäusern: Solaranlagen auf Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 – dazu gehören in der Regel Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser bis 7 m Höhe mit höchstens zwei Wohnungen – dürfen ohne Abstand an Brandwände heranreichen. Bei größeren Gebäuden gelten Abstände von 0,50 m für flach aufliegende oder dachintegrierte Anlagen bis 0,30 m Höhe und sonst 1,25 m, es sei denn, die Brandwand überragt die Anlage um 0,30 m oder die Anlage ist nichtbrennbar (§ 35 Abs. 5).
- Garage oder Carport an der Grenze: Hier darf die Solaranlage eine mittlere Gesamthöhe von 3 m nicht überschreiten (§ 6 Abs. 10 Satz 1 Nr. 9). Mehr im Ratgeber Carport-Baugenehmigung in Hessen.
Bei Mehrfamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften kommt die Zustimmung der Gemeinschaft hinzu. Das klären Sie am besten, bevor die Planung ins Detail geht.

Wenn das Dach unter der Anlage repariert werden muss
Muss ein Dach unter einer bestehenden Solaranlage repariert oder neu eingedeckt werden, werden die Module in dem Bereich abgebaut und danach wieder montiert. Vorher muss der Elektrofachbetrieb die Anlage fachgerecht freischalten, denn Module erzeugen bei Licht Spannung, auch wenn der Wechselrichter aus ist. Danach nehmen wir Klemmen, Module und gegebenenfalls Schienen ab, lagern die Module sicher, erneuern das Dach und montieren alles wieder.
Kleinere Schäden, etwa ein gebrochener Ziegel zwischen zwei Modulreihen, lassen sich oft beheben, indem nur einzelne Module gelöst werden. Bemerken Sie Wasserflecken unter einer Anlage, warten Sie nicht ab: Je länger Wasser in Lattung und Dämmung zieht, desto größer wird der Schaden. Sprechen Sie uns an, wenn Ihre Anlage ab- und wieder aufgebaut werden soll.
Typische Fehler bei der PV-Montage
„Das Dach hält schon noch.“
Die Anlage hält 25 Jahre und länger, viele Eindeckungen nicht. Wer auf ein 40 Jahre altes Dach ohne Unterdeckbahn montiert, zahlt den Abbau später doppelt.
„Die Montage kann jeder.“
Module auf Schienen zu klemmen ist nicht schwer. Haken spannungsfrei zu setzen, Ziegel passend auszuarbeiten und Durchdringungen an die Unterdeckbahn anzuschließen, ist Dachdeckerarbeit. Die Folgen von Fehlern zeigen sich oft erst Jahre später als Feuchteschaden.
„Die Systemstatik reicht.“
Die Statik des Montagesystems rechnet die Befestigung der Module, nicht den Dachstuhl. Ob Sparren und Lattung die Last tragen, muss jemand vor Ort prüfen.
Warum Dachtechnik Zwilling
- Dachdecker und Zimmerei in einem Betrieb: Wir prüfen Eindeckung und Dachstuhl, verstärken Sparren bei Bedarf und decken das Dach neu ein, wenn es nötig ist – ohne zweiten Handwerker.
- Ehrliche Einschätzung: Wir sagen Ihnen, wenn Ihr Dach vor der Anlage erneuert werden sollte, und auch, wenn es das nicht muss.
- Klare Aufgabenteilung: Wir machen das Dach und die Unterkonstruktion, der Elektrofachbetrieb die Elektrik. Termine und Gerüst stimmen wir miteinander ab.
- Ein Ansprechpartner fürs Dach: Timo Zwilling kommt selbst zur Besichtigung, und Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.
- Kurze Wege: Wir sitzen in Mörfelden-Walldorf und sind auch Jahre nach der Montage für Ihr Dach erreichbar.
Deniz E. schreibt in seiner Google-Bewertung: „Sorgfältige Arbeit trotz teilweise widriger Wetterbedingungen. Bei Problemen wurde schnell reagiert.“
Photovoltaik-Montage in Mörfelden-Walldorf und Umgebung
Wir montieren Photovoltaikanlagen in Mörfelden-Walldorf und im Umkreis: im Kreis Groß-Gerau in Groß-Gerau, Büttelborn, Nauheim, Trebur, Riedstadt, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach, Richtung Süden in Weiterstadt, Erzhausen, Griesheim und Darmstadt sowie östlich in Langen, Egelsbach und Dreieich. Alle Orte finden Sie im Einsatzgebiet.
So kommen Sie am schnellsten zu einer Einschätzung: Schicken Sie uns per WhatsApp ein paar Fotos vom Dach von außen und, wenn möglich, vom Dachboden. Wir melden uns und vereinbaren einen Termin. Haben Sie schon ein Angebot für die Anlage, bringen Sie es mit – dann stimmen wir Modulbelegung und Montage direkt darauf ab.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Fachlich verantwortlich: Timo Zwilling, Inhaber Dachtechnik Zwilling


